Mandy Hreus is an artist whose practice unfolds through painting as a perceptual and experiential field, shaped by movement, transformation, and the search for an inner sense of self. Trained in classical ballet at the Heinz-Bosl-Stiftung in Munich and later in fine art at Central Saint Martins College of Art and Design in London, her work is grounded in a deep understanding of the body as a site of knowledge and perception.
Born in Germany to Czech and Slovak parents and raised between Munich and Prague, Hreus’ trajectory has been shaped by a life lived across multiple cultural contexts, including extended periods in London, France, Russia, and Singapore. This experience of moving between places informs her ongoing exploration of identity, belonging, and the question of how a sense of self can emerge beyond fixed cultural or geographical frameworks.
Her large-scale abstract paintings do not depict places, but states of being. They unfold as spatial and atmospheric environments in which inner and outer realities begin to dissolve, and where perception itself becomes the primary subject.
At the core of her work lies an inquiry into essence—into what remains when identity is no longer anchored to stable coordinates such as place, language, or origin. Her paintings can be understood as open fields in which this sense of self is not represented, but rather arises through the act of viewing.
Movement, informed by her background in dance, operates not as a visible motif but as an underlying structure—articulated through rhythm, tension, and flow. These elements guide the composition and shape the viewer’s embodied experience of the work.
Through layered applications of color, light, and material—often incorporating gold and silver leaf—Hreus creates surfaces that respond dynamically to perception. Each work becomes a shifting environment, inviting a heightened state of attention in which lightness, openness, and moments of quiet intensity can unfold.
Mandy Hreus lives and works in Lucerne, Switzerland.
Mandy Hreus ist eine Künstlerin, deren Praxis sich als ein Wahrnehmungs- und Erfahrungsfeld entfaltet, geprägt von Bewegung, Transformation und der Suche nach einem inneren Verständnis. Ihre Ausbildung im klassischen Ballett an der Heinz-Bosl-Stiftung in München sowie ihr späteres Studium der bildenden Kunst am Central Saint Martins College of Art and Design in London bilden die Grundlage für ein tiefes Verständnis des Körpers als Ort von Wissen und Wahrnehmung.
Geboren in Deutschland als Tochter tschechischer und slowakischer Eltern und aufgewachsen zwischen München und Prag, ist Hreus’ künstlerischer Werdegang von einem Leben zwischen verschiedenen kulturellen Kontexten geprägt, darunter längere Aufenthalte in England, Frankreich, Russland und Singapur. Diese Erfahrungen des Dazwischen-Seins fließen in ihre fortlaufende Auseinandersetzung mit Identität, Zugehörigkeit und der Frage ein, wie sich ein Selbst jenseits fester kultureller oder geografischer Kontexte entwickeln kann.
Ihre großformatigen abstrakten Gemälde stellen keine Orte dar, sondern Zustände des Seins. Sie entfalten sich als räumliche und atmosphärische Felder, in denen sich innere und äußere Wirklichkeiten auflösen und Wahrnehmung selbst zum zentralen Thema wird.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage nach dem Wesenhaften – nach dem, was bleibt, wenn Identität nicht mehr an stabile Koordinaten wie Ort, Sprache oder Herkunft gebunden ist. Ihre Bilder können als offene Felder verstanden werden, in denen dieses Selbst nicht abgebildet, sondern erst im Akt des Betrachtens erfahrbar wird.
Bewegung, geprägt durch ihren Hintergrund im Tanz, erscheint dabei nicht als sichtbares Motiv, sondern als grundlegende Struktur – vermittelt durch Rhythmus, Spannung und Fluss. Diese Elemente lenken die Komposition und prägen die körperliche Wahrnehmung der Betrachtenden.
Durch vielschichtige Schichten von Farbe, Licht und Material – häufig unter Einbezug von Gold- und Silberblatt – entstehen Oberflächen, die sich dynamisch im Zusammenspiel mit der Wahrnehmung verändern. Jedes Werk wird so zu einem sich wandelnden Raum, der zu einer vertieften Aufmerksamkeit einlädt und Momente von Leichtigkeit, Offenheit und stiller Intensität ermöglicht.
Mandy Hreus lebt und arbeitet in Luzern, Schweiz.